
07.11.2025
Der sanfte Vollstrecker
Sam Altman verkauft OpenAI als „Non-Profit-Unternehmen“. Und KI als Geschenk an die Menschheit.
Doch das operative Geschäft läuft längst in einer Public Benefit Corporation (PBC) – einer gewinnorientierten Kapitalgesellschaft. Kontrolliert von einer Stiftung, die angeblich das Gemeinwohl verwaltet. Klingt idealistisch. Doch im Maschinenraum sitzen andere:
Microsoft
Thrive Capital
SoftBank
Nvidia
MGX (Abu Dhabi)
Und die finanzieren keine Ethik. Sie kaufen sich Macht – über Infrastruktur, Rechenzentren, Sprache, Verhalten. KI als neue Ordnungsmacht.
Und an der Spitze: Sam Altman. Er wirkt wie ein Schulsprecher. Stellt den Müll raus wie der gute Nachbar. Geht jeden Tag mit dem Hund spazieren. Und verkauft der Welt – völlig selbstlos – ein billionenschweres Kontrollsystem.
OpenAI steht kurz vor dem Börsengang. Die Bewertung kratzt an der 130-Milliarden-Dollar-Marke. Die Botschaft: Wir sind gekommen, um zu bleiben – und zu skalieren. Gemeinwohl als Gründungsmythos. Marktwert als Wirklichkeit. Altman nennt es Fortschritt. Die Investoren nennen es Rendite.
Und die Welt drumherum? Applaudiert fleissig – solange es glaubhaft klingt und alle mitmachen.