
15.02.2025
DOGE: Wenn plötzlich KI regiert
Am Tag von Donald Trumps Amtseinführung geht in Washington etwas ganz anderes an den Start: DOGE – das Department of Government Efficiency.
Keine klassische Behörde. Sondern ein KI-Experiment im Herzen des Staatsapparats.
Ihr Ziel: Verwalten wie ein Start-up. Entscheiden wie eine Maschine. Die Idee: Weniger Menschen. Mehr Daten. Und Entscheidungen, die Algorithmen übernehmen.
Elon Musk koordiniert über X die ersten Stellenausschreibungen. Spricht vom „Manhattan-Projekt für den Staatsumbau“. Im Hintergrund: Kontakte zu Neuralink, Palantir, xAI. DOGE greift auf Daten aus Gesundheits-, Finanz- und Arbeitsbehörden zu. Verfassungsjuristen schlagen Alarm.
Nur Stunden nach dem Start: erste Klage. Zu intransparent. Zu mächtig. Zu unkontrolliert. Doch dann passiert das Gegenteil: Ein Bundesrichter legalisiert den Zugriff. DOGE darf offiziell in sensible Regierungsdaten blicken.
Ein KI-Projekt – mit institutioneller Macht.
Was hier entsteht, ist mehr als Verwaltungsmodernisierung. Es ist ein neues Machtmodell: Effizienz statt Repräsentation. Code statt Kontrolle. Denn wenn KI für den Staat denkt – wer denkt dann noch für die Demokratie?