
27.08.2025
Sie sammeln. Sie speichern. Und keiner haftet.
Zwei Skandale. Zwei Branchen. Ein Muster.
Im Sommer 2025 verlieren zwei der mächtigsten Tech-Akteure – Volkswagen und Meta – die Kontrolle über unsere Daten. Und was passiert? Nichts.
Fall 1: Volkswagen.
GPS-Daten von 800.000 Fahrzeugen liegen offen in der Cloud – darunter Dienstwagen von Polizei, Geheimdiensten, Militär. Die Sicherheitslücke? Monate unbemerkt. Der Zugriff? Unverschlüsselt. Das Ergebnis? Eine Branche, die alles vernetzt, aber nicht schützt.
Fall 2: Meta.
Mal wieder. Millionen Facebook-Profile ausgespäht – ohne Einwilligung. Im Darknet tauchen 1,2 Milliarden Profile auf. Meta wiegelt ab, kündigt Updates an. Zuckerberg? Muss sich erstmals persönlich verantworten. Nicht für den aktuellen Fall – sondern für Cambridge Analytica, sieben Jahre später.
Die Wahrheit ist unbequem: Nicht der Datenklau ist das eigentliche Risiko. Es ist die Gleichgültigkeit. Unternehmen vernetzen. Regierungen digitalisieren. Plattformen sammeln.
Doch wenn’s brennt, sagen alle das Gleiche: Technisches Versehen. Missverständnis. Versehentlicher Zugriff. Veraltete Schnittstelle. Was fehlt, ist Verantwortung. Niemand steht dafür gerade. Kein Gesicht. Kein Name. Kein echter Preis.
Und wir? Wir klicken weiter. Wir scrollen weiter. Wir vertrauen weiter. Alles bleibt beim Alten.
Vielleicht ist nicht die Technik das Problem. Sondern unser kollektives Wegsehen.